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Donnerstag, 26. Juli 2012

Ohne Titel


Brenne Seele, brenne
Das wolltest du ewiglich
Entfache die lodernde Sänge,
Züngle dich um mein Gesicht

Weiter noch in mein Herz hinein,
Nimm alles was war mein
Genugtum steht dir ewig nicht,
Doch Dein wird niemals sein erlischt

Träumerische dumme Köpfe
Lassen Dein einfach tun
Doch schlingst mit deinen hasserfüllten Zöpfen
Jedem Tor den Halse zu

Was hab ich von dir?
Treibst deine Spiele mit mir
Kann nicht mit und kann nicht ohne
Deine tiefe Scheusals Gier

Montag, 25. Juni 2012

Leben?


Tränen rinnen mir über die Wangen, Tränen heiß und schwer.
Ein Ausdruck von meinem Schmerz, viel zu spät.
Jahre schon ist es her als ich mich selbst vergaß,
Jede Nacht im Nichts versank und jämmerlich ertrank
Im roten Meer, das man Leben nennt

Tropfend pochend laut  verlor ich mein Leben
Während ich an Freiheit gewann
Vom Monster das mich stetig trieb denn das-
Ja das starb auch.

Zusammen schwebten wir  in einem wohligen Frieden
Vor dem Ende.
Das Ende welches jeden Tag neu beginnt.
Mein Geist im Delirium, mein Körper nur noch Sucht.
Ich renne, renne weg vor mir
Ein Leben auf der Flucht.

Stolpernd suche ich Halt,
niemand, der mir noch helfen kann.
Allein treibe ich-
Nein nicht allein mein Monster in mir.
Treiben wir vorwärts, zurück?

Immer im Sog, immer im roten Meer.
Mein Empfinden ist nur noch Schmerz
Und keine Tränen. Nicht für mich.

Irgendwie wache ich auf,
schwer verwundet renne ich fort.

Wunden heilen wohl, doch Vergessen gibt es nicht
Und Narben heilen nicht.

Heute weine ich nicht der Vergangenheit wegen
Nein! Weinen tu ich nur weil ich weiß-
Solang ich lebe, lebt auch das Monster
Solang ich lebe, lebt auch der Schmerz
Solang ich lebe, ist der Kampf nicht vorbei

Und ich weiß nicht wie er endet…ob er endet….und wer das Ende miterleben wird
Ich?
Oder
Ich?



Donnerstag, 3. Mai 2012

Eine Bitte

Wenn mein Herz zu Stein geworden ist
Und meine Leidenschaft zu Eis
Wenn ich vergessen hab wie man vergisst
Und ich sterben will um jeden Preis
Geliebter, dann halte mich fest,
halte mich fest.

Wenn mein Schmerz mich zerreißt
und mich in die Verwirrung treibt
Wenn ich die Richtung nicht mehr weiß
Und nur noch Leere bleibt
Geliebter, dann halte mich fest,
halte mich fest.

Ich habe mein Herz sooft hingegeben
Doch es wurde nur zerbrochen
Zerschrabt, zernarbt, zerrissen
Eine Bitte hält mich noch am Leben:
Geliebter, halte mich fest
Halte mich fest.

Ich habe alles gegeben
Es wurde alles genommen
Doch ich habe nichts zurück bekommen
Du sagst:„Fang von vorne an“
Doch ich weiß nicht wie oft ich noch anfangen kann.
Geliebter, halte mich fest,
halte mich fest.

Ich steh auf, setz mich hin
Ich sammle meine Hoffnung
Und bleibe schließlich liegen
Mit dem Rücken an der Wand
Und dem Schicksal in der Schusslinie
Und dann steh ich da,
weiß nicht wie lang ich mich noch halten kann.
Geliebter, halte mich fest,
halte mich fest.

Meine Beine knicken ein
Mein Kopf läuft über
Mein Finger zuckt am Abzug
und dann…
hältst du mich fest, hältst du mich fest.
von Sunniva  Zelia

Unbenannt

Wohin soll ich fliehen?
Meine Flügel sind gebrochen,
Wenn böse Träume mich ins Dünkel ziehen,
Und niemand hier, der mich hält.

Ich hab den Weg verloren.
So fühlt es sich zumindest an.
Aus der Tiefe der Nacht ist mein Unmut geboren.
Flog ich nicht einst weit übers Meer?

Berühr meine Hand,
Fühl wie sie bebt!
Nimm mich mit ins Märchenland,
Hier kann ich nicht bleiben.

Zu groß ist die Gefahr
Sich in sich selbst zu verlieren,
Werden Träume wahr?
An einem andern Ort?
von Darleen Schitkowsky