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Donnerstag, 3. Mai 2012

Surreale Emotion

Die Stille zieht ein
Verlässt deinen Körper
So hell, so klingend, süßlich
Ein Duft wie rosa Blütenstaub
Wie klare Harmonien
Die Haut der Sonne
Im Schrei gefroren
Der Geschmack von Wolken
Verringert die Nacht
Das kühle Wasser
In länglichen Tropfen
Zieht dürre Fäden, benetzt deine Hand
So lieblich und zart
Wie Steine
Aus Unendlichkeit gegossen
Liegen so tot und bar
Ebenmäßig geschliffen
Durch Zeit, durch den Verlauf
Von Stille.
von Darleen Schitkowsky

Unbenannt

Dunkelheit
erwacht in meinen Adern,
Das kalte Herz pumpt schwarzes Gift hindurch
Angst
Lähmt meine Glieder,
Macht die Augen schwer und trübe
Bin erblindet wie ein Greis
Lacht die Nacht mir ins Gesicht
Gehässig macht
Sie Fratzen, denn sie weiß:
Nur sie bestimmt mein Sein
von Darleen Schitkowsky

Unbenannt

Als ich an diesem Morgen erwachte, war ich voller Gleichgültigkeit.
Ich wollte nichts. Doch alles würde geschehen und ich dachte mir: Heute beginnt ein Tag un die Zeit geht vorbei und endet auch wieder. Und morgen beginnt ein Tag und vergeht und endet. Und dann eine Woche und vergeht und endet und noch eine, und kommt und vergeht und endet. Und noch eine und immer wieder. Ich nahm das hin und es berührte nichts in mir. Diese Zeit würde sein, ob ich es war oder nicht. Ich würde sie überleben oder nicht, auf irgendeine Weise, die nicht wichtig war. Man würde sehen, was kam und es würde kommen, ob man es wollte oder nicht. Und ich hoffte, nachdem die Tage kamen, vergingen und endeten, würde ich irgendwann nicht mehr daran denken müssen. Und dann ein klein wenig glücklich sein.
von Darleen Schitkowsky

Wolkenbruch

Der Regen leise
tropf, tropf, tropf

Weit entfernte Gassen
Weit entfernte Menschen
leer und traurig ist ihr Blick
Rieche Regen, rieche Meer
Schnell und langsam ist ihr Schritt

Der Regen leise
tropf, tropf, tropf