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Donnerstag, 3. Mai 2012
Blicke in den Spiegel
Träumst Du?
Hättest nicht gedacht
Das was in Dir wacht
Schon längst vergangen ist
Hoffst Du?
Alles was Dich ausgemacht
Mit kunst neu entfacht
Und wieder aufgefrischst
Dein altes ich vom tisch
Glaubst Du?
Niemand wird's entdecken
Wird Dich begrüßen, wie in alten zeiten
Weil dein aussehen ewig walt
Merkst Du nicht?
Alles hat sich nun geändert
Niemand bleibt, wer er mal war
Alle schönheit, jugend ist vergänglich
So wie heut, so vor tausend jahr
Schwärze
Nun bricht sie an, die Zeit,
Die noch nie gekommen wart
Und streckt sich nach allem,
Keinem bleibt es erspart
Mit gierigem Lächeln schlingt sie,
Kostet von Furcht, von Hass, von Liebe
Und treibt sie in die Flucht,
Weiter in unbekannte Ziele
Wenn diese zeit gekommen ist,
So fällt das letzte Blatt
Und lässt sich leise nieder
Auf das tränennasse Grab
Unbenannt
Wenn
Du lachst, dann gefriert die Sonne. Und wenn Du gehst, geh ich mit Dir.
Doch wenn Du bleibst, sind wir allein. Wirst Du Dich jemals ändern?
Mich hast Du verändert. Dein Hände fühlen nicht und Deine Augen sind zu
alt zu sehen. Es gibt nichts, das sie noch nicht erblickten. Ich habe
keine Angst vor Dir. Denn Du bist der Anfang und das Ende. Dein
Geheimnis schenkt uns Leben. Berühr mich jetzt. Nimm mir den Schmerz.
Ich glaube nur. Nichts kann mich noch schrecken, denn Mutter Erde spürt
keine Furcht. Dein Arm ist stark und sicher.
Aus Dir entsteht die Wirklichkeit. Dein Atem ist der Sinn. Ein Hauch von Dir erlischt das Feuer und dennoch braucht Er Dich.
Die Zeit, das Licht und Du. Ihr seid's. Wer wollte euch ergründen?
Schenk mir den Moment und gib mir Deinen Mantel, denn ich will nicht
frieren müssen. Du kommst nie zu spät. Die Wahrheit ist die Uhr nach der
Du lebst. Berühr mich jetzt. Ich lächle dir entgegen. Und wenn Du
gehst, geh ich mit Dir.
von Darleen Schitkowsky
Tödlich geliebt
Du siehst ihn,
Er sieht zurück,
Streckt die Hand aus,
Nimmt dir dein Glück,
Dein Leben
Alles wofür du warst,
Dein Streben
Du siehst ihn,
Er sieht zurück,
Schenkt dir ein Lächeln,
Zieht dich ein Stück,
Viel tiefer hinab
In das Dunkel hinein,
Bis in dein Grab
Du siehst ihn,
Er sieht zurück,
Spendiert dir ein Kuss,
Ist von dir entzückt,
Von deiner Stille
Denn ewiglich schläfst du,
Mit seinem Wille
Schuld
Ihr Leid trägt eure Handschrift,
Auch wenn ihr es nicht wisst.
Saht ihr in ihre Augen
Nur einen Augenblick?
Ihr Blick so tot und kalt,
Schneeweiß wie ihre Haut.
Habt ihr ihr Blut berührt?
Klebt es an euren Fingern?
Und alle ihre Narben,
Kanntet ihr den Grund?
Sie lag schon dort,
Als man sie fand,
So klein und so verloren
Schwebte ihre Seele
Noch irgendwo im Raum,
Hielt Wache über ihrem Körper
Leblos, roh und taub?
Werdet ihr vergessen,
Dass es sie mal gab?
Dass es sie noch gibt
Irgendwo da draußen?
Die Schwärze ließ sie hier.
Hat sie euch gefunden,
Den Weg in eure Herzen?
Tragt ihr das Stigma dieser Schuld?
Die Welt wird sich drehen
Jetzt und jeden Tag.
Täglich kommt und geht ein Mensch.
Ich frage euch nach Menschlichkeit.
Fragt euch selbst danach.
Ihr Leid trägt eure Handschrift,
Auch wenn ihr es nicht wollt.
von Darleen Schikowsky
Unbenannt
Vergangene Stunden rinnen herab,
Tropfen leise auf Dein Grab,
Zerreißen die Schranken des ewigen Seins,
Lassen Dich wanken in Trug und Schein.
Trunken, berauscht hat die Zeit Dich gemacht,
Flüchtig und windig, düster die Nacht,
Die Lichter, sie ziehen und schwimmen davon,
Doch Du- Du bist längst angekommen.
Kein Weg mehr zu gehen, kein letztes Wort,
Die Stille um Dich schreit Fort!, Fort!, Fort!
von Darleen Schitkowsky
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