Oh welch Freudenklang
zieht mit deinen Winden!
Oh welch neues Lied
entfaltet sich in mir!
Neue Winde, neue Stürme
neue Liebe, neues Glück.
Jeder Schritt nach vorne
und kein Blick zurück!
Neu geboren steige ich empor
und bade in den Winden.
nichts ist wie bevor
werde mich nie mehr finden.
Geb mich auf
in den Stürmen dieser Zeiten
Lauf!
Lass mich von Gefühlen leiten!
Tief hinunter, hoch hinauf!
Hoch gehoben, tief gefallen
steh ich wieder auf.
Neue Winde, neue Stürme
fühle ich in mir!
Neue Liebe, neues Glück
schweben um mich her!
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Samstag, 5. Mai 2012
Donnerstag, 3. Mai 2012
Freistundenmusik
Roter Boden, helle Sonne,
Wärme auf der Haut.
Lachende Rufe und in mir
Ein Leuchten, das einfach nur vertraut.
Ein Ballspiel, Geräusche.
Der Frühling in der Luft,
Der Frühling ist die Zeit der Jugend,
Die laut nach einem Morgen ruft.
Zehn Minuten ohne Sorgen,
Ohne Klingeln, ohne Stress,
Wie früher noch im Kindersommer,
Vom Rasensprenger ganz durchnässt.
Kurze Zeit dazwischen hängen,
Ohne Suchen, ohne Denken.
Einen Augenblick der Welt entfliehen
Und sich ganz dem Jungsein schenken.
Die Freundschaft zwischen dort und hier.
Kein Druck nur einen Augenblick.
Nur leben, sein, fröhlich sein.
Sein, wie wir wirklich sind.
Heute und morgen.
Erwachsen und Kind.
Eine Kirschblüte im Frühlingswind.
von Darleen Schitkowsky
Von der Verdorbenheit der Welt
"Ich
sage dir, was auf dieser Welt jedem Geschöpfe blüht; so war es, wird es
immer sein: Der Sieger ist immer der Schmerz. Wenn das Herz bereits von
Bitterkeit durchtränkt in schwarzen Flammen steht, dann hat das, was
sich die Liebe nennt, längst keine Chance mehr; dann wird der räudige
Teerklumpen nach und nach ins Höllenfeuer tropfen und in einem grausigen
Zischen verdampfen; der Gestank nach verlorenen Seelen, der nach faulen
Eiern riecht, wird sich verbreiten und der Antichrist lacht!", sagte
die Schlange und bot dem dummen Affen einen Apfel an. Ich darf nicht,
wollte er sagen, doch was er sagte war: "Zeig mir das Leben!"
Doch Gott sah auf die Erde herab und wunderte sich sehr.
"Du wirst nie zu Glück kommen, wenn du es dir nciht selbst machst! Gott
schuf den Affen, um seinen Untergang mitanzusehen. Nun liegt es an dir:
Willst du es dir wohl gefallen lassen oder über den feinen Meister
siegen? Der Herr schuf die Sünde, um den Affen zu verderben. Sag, Affe,
kann denn Leben Sünde sein? Und ist Leben nicht, was möglich ist? Der
Herr schuf auch die Möglichkeit! Hör Affe, willst du leben, musst du
sündig sein!", sagte die Schlange und der Affe nahm den Apfel.
Doch Gott sah auf die Erde herab und schüttelte nur den Kopf.
Und als nun die Zeit ins Land gegangen war un der Affe fett und reich
und einsam ward von den Äpfeln und der Sünde und ihm sein Herz in
schwarzen Flammen stand, da kam er zurück zur Schlange. "Was hast du
getan?", fragte der Affe, der nun nicht mehr dumm, aber unglücklich war.
"Ich tat nichts. Ich habe dir gesagt, was die Zukunft bringt, nichts
weiter, sonst nichts, denn etwas anderes hält die Welt dir nicht
bereit.", sagte die Schlange und der Affe nahm den Apfel selbst.
"Es
wäre anders gekommen.", glaubte er zu wissen, doch die Schlange wusste
es besser: "Ich sage dir, was auf dieser Welt jedem Geschöpfe blüht; so
war es, wird es immer sein: Der Sieger ist immer der Schmerz."
Doch Gott sah auf die Erde herab und alle Engel weinten, denn sie wussten, die Schlange hatte recht.
von Darleen Schitkowsky
Anmut
Die Welt ist eine Palette von Farben
In ihrer Form, verwunschen
Weiß
Wie die Unschuld, die wir uns jeden Tag vorspielen
Wie der Nebel, der alles verschleiert
Braun
Wie die aufgewühlte erde durch 1000 schlammige Stiefel
Wie die Haut von 1000 Männern mit dem Gewehr im Anschlag
Rot
Wie die Flammen, die das Fleisch verbrennen
Wie das Blut, das aus den Adern tropft
Blau
Wie die Tränen, die wir vergießen
Wie der Regen, der alles wegspült
Die Welt ist eine Palette von Farben
In ihrer Form, verächtlich
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