Sonntag, 6. Mai 2012

Dufte kleines Blümchen, dufte
Hast die Welt noch nicht gesehen
Möchtest fliegen durch die Lüfte,
Schritt für Schritt dein Wege gehen

Sachte kleines Blümchen, sachte
Eile nicht gar zu schnell voraus
Nimm deine Zeit und betrachte,
Den wunderlichen Augenschmaus

Singe kleines Blümchen, singe
Teil dein Glück mit der Natur
Philosophiere über Dinge,
deines und der anderen Spur

Fliege kleines Blümchen, fliege
Tauch dein Blatt in Erd und Wolk
Empfang die so verdiente Liebe,
bist aller Welt schönstes Gold

Samstag, 5. Mai 2012

König der Welt

Oh welch Freudenklang
zieht mit deinen Winden!
Oh welch neues Lied
entfaltet sich in mir!
Neue Winde, neue Stürme
neue Liebe, neues Glück.
Jeder Schritt nach vorne
und kein Blick zurück!
Neu geboren steige ich empor
und bade in den Winden.
nichts ist wie bevor
werde mich nie mehr finden.
Geb mich auf
in den Stürmen dieser Zeiten
Lauf!
Lass mich von Gefühlen leiten!
Tief hinunter, hoch hinauf!
Hoch gehoben, tief gefallen
steh ich wieder auf.
Neue Winde, neue Stürme
fühle ich in mir!
Neue Liebe, neues Glück
schweben um mich her!

Geliebter, wenn mein Herz zu Stein wird und meine Leidenschaft zu Eis , dann räume nicht meine Wege . Nehme mich auf.
Als Wesen, dass seine Fesseln fallen lässt, um neue bei dir zu  finden.

Freitag, 4. Mai 2012

Ewiges Glück

Tränen rinnen das Gesicht herab,
Ganz klein und rein,
Jede einzelne steht für einen Gedanken,
Ein Gefühl, eine Sehnsucht, ein Danken.


Sie hilft dich zu erinnern dran,
Welch Kummer, welch Schmerz
Es geben kann.

Doch das was deine Seele geschunden,
Auch an Freud und Glück gebunden,
Denn keine von ihnen lässt dich zurück,
Wie Schatten der Sonne- Ewiges Glück.



Leben der Weide

Die trauernde Weide steht am Fluss des Lebens. Sein Wasser ist das wonach sie sich verzehrt. Der Wind spielt mit ihren Blättern- umhüllt sie, lässt sie tanzen. Tanzen voller Glück. Doch am Ende lässt er sie allein zurück. Allein wie am Anfang. Den Hauch des Glücks gekostet, doch nie verzehrt.
Der Herbst als einziger Ausweg aus dem alten Kleid. So wird die Vergangenheit abgeworfen und nur das nackte Gebilde der Hoffnung bleibt. Dieses versteckt sich im Winter unter einer Schicht des Schutzes. Diese dünne Mauer, die aus Angst geschaffen, birgt die Ruhe, die sie wie ein Kleid der Kraft umhüllt. Und nach und nach mit dieser füllt. Aus dieser Kraft wird ein strahlendes Antlitz erschaffen. Im Frühling zeigt sich die Blüte der Erholung. Im Sommer erstrahlt die Weide in ihrem alten Stolz. Sie scheint so stark, wenn ihre Blätter, vom Gerüst der Hoffnung erschaffen, im Winde tanzen. Tanzen voller Glück. Doch der Herbst kehrt zurück und nimmt jedes Mal ein Stück der Hoffnung mit.

von Linda Zirnstein

D´espoir

Le mesonge rime avec le temps.
Ce faux ami qui se passe bien du présent,
Il voyage entre le passé et le futur,
Il se cache sous des mots qui semblement pur.


Mais allez, un peu d´epoir.
Ce n´est pas fini,
Parce que les mots du passé restent
Enfin l´espoir est d´ici.

von Linda Zirnstein

Dichter

 
Ihr seid die, die versuchen Gefühle in einem Netz aus Worten zu fangen.

Das Gebilde, dass ihr so erschafft,
Raubt der Wahrheit jede Kraft.

So klar und makellos rein,
Wie des ersten Raureifs Schein.

Doch dies Kleid gleicht einem Nebelschleier,
Die Tücke der Ekstasen,
Verhüllt in den Phrasen
Der alten Leier.

von Linda Zirnstein