Unbenannt
Es
war eine düstere Nacht. Der Nebel umhüllte die großen Eichen, deren
schwarze Äste knorrig und alt, doch unerschütterlich in den Himmel
ragten. Rot und milchig. Dunkel und sternenlos. Die Kälte knisterte in
den Blättern. Sie ließ meinen ganzen Körper zittern. Doch ich spürte ihn
nicht. Der Rauch in meinen Lungen hielt mich wach, machte mich
schläfrig. In meinem Kopf war es still. Weißes Rauschen. Ein bisschen
wie der Nebel der alles gefangen nahm und sanft in sein Geheimnis
einwickelte. Ich hielt mich an meiner Zigarette fest und versank
angenehm beruhigt in einem tiefen Seufzer. Ich fragte mich, wieviele
Nächte ich schon hier unter den breiten Zweigen der Blautanne gesessen
hatte. Sie breiteten sich aus wie die starken Schwingen eines Alters.
Ich sah den blauen Dunstschwaden nach, wie sie sich sorglos davon
stahlen. Wie viel mochte dieser Baum schon erlebt haben. Wie wenig würde
ich noch davon sehen.
von Darleen Schitkowsky
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen